Andacht

In dieser Woche feiert die Evangelisch-Lutherische Kirche das Reformationsfest:

  • Lutherlieder im Gottesdienst („Ein‘ feste Burg ist unser Gott“)
  • Festliche Kirchenmusik und Gemeindegesang (Ja!)
  • Abendmahl mit Hostie und Wein oder Traubensaft für alle (Lecker).

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Wie würdest du den Reformationstag begehen?

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Schon das ist eine Errungenschaft der Reformation: dass ich diese Frage stellen darf. Und dass ich nicht warte, bis mir jemand sagt, wie ich den Tag wirklich zu begehen habe. Keine Bevormundung „von oben“ her. Da darf ich selbst nach meinem Glauben fragen, darf selbst Ausdrucksformen dafür finden, darf mich selbst auf Gottessuche begeben und darf selbst die Beziehung zu diesem Gott aufbauen. Da wird mir was zugetraut!

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Ich nehme diesen Tag und diese Woche gerne zum Anlass, mich zu freuen…

  • dass du dich als Teamer in der Konfigruppe oder als Mitarbeitende/r in der JG engagierst
  • dass du frei von deinem Glauben reden darfst und kannst
  • dass du dadurch weiter in deinem Glauben wachsen kannst – zusammen mit den Anderen
  • dass du die Anderen auf ihrem Weg begleitest
  • über eine fröhliche christliche Gemeinschaft auf Rüstzeiten oder den Camps im Sommer, in den Gruppen übers Jahr und bei so vielen Begegnungen (z.B. in Eschdorf beim Jugendfest, beim Start in den Advent am Jugendzentrum Jugendkirche Dresden, in den JG-Räumen, am Lagerfeuer…)

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„Unsere Seele ist entronnen

wie ein Vogel dem Netze des Vogelfängers;

das Netz ist zerrissen und wir sind frei.“

(Psalm 124,7)

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Gebet:

Gott, lass uns dich immer mehr erkennen.

Nichts kann zwischen uns stehen.

Gib uns Mut zum Reden – von dir und deiner Zuwendung.

Dein Geist der Freiheit erfülle uns, damit wir handeln können.

Amen.

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Gespräch

Ein Austausch ganz im Sinne der befreienden Reformation: Was antwortest du deinem Gegenüber offen und ehrlich?

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Bildet dazu einen Außen- und einen Innenkreis mit jeweils gleich vielen Personen. Es stehen sich immer ein Mensch im Innen- und ein Mensch im Außenkreis gegenüber. Nach jeder Frage rücken die Menschen aus dem Außenkreis eine Position weiter für die nächste Frage. Nehmt euch ruhig Zeit für die Antworten und für das gegenseitige Hören, denn manche Fragen sind nicht in einer Minute zu beantworten.

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  • Was bedeutet, an Gott zu glauben für dich?
  • Gott ist für mich wie…?
  • Welches Lied/Gebet/Bibelwort ist dir besonders heilig? Warum?
  • Was macht für dich einen berührenden Gottesdienst aus?
  • Weißt du deinen Tauf- oder Konfirmationsspruch? Was bedeutet er dir?
  • Was schätzt du besonders an deiner JG/Gruppe?
  • Welche Widerstände erlebst du in unserer Kirche?
  • Welche Freiheiten und Möglichkeiten hast du in unserer Kirche?
  • Wenn du deine Gemeinde verändern könntest, was würdest du ändern? Warum?
  • … [Überlegt euch gerne gemeinsam weitere Fragen.]

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Weitere Möglichkeit für das Gespräch:

Schreib die Fragen (und gerne weitere eigene) vorher auf kleine Zettel.

Reihum ist jemand dran, eine Frage zu ziehen und sie jemandem im Raum zu stellen. Dann können alle zuhören. Gebt euch Zeit, vielleicht will noch jemand selbst was zum Gehörten oder zur Frage selbst sagen?

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Aktion

Notiert für euch wichtige Antworten, weitergehende Fragen oder Erkenntnisse aus den Fragen auf kleine Zettel. Heftet sie – als Impuls für weitere Gespräche – wie die 95 Thesen an eure JG-Raum-Tür. Vielleicht ergibt sich ja ein neues Thema für die nächsten Treffen?

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Neben Freiheit ist auch die Möglichkeit zur Beteiligung eine reformatorische Errungenschaft. Die Evangelische Jugend lebt dadurch auf allen ihren Ebenen.

Welche zwei Vertreter entsendet ihr aus eurer Gruppe in den nächsten Bezirksjugendkonvent am 09.11.?

Gibt es vielleicht sogar eine Kandidatin oder einen Kandidaten aus eurer Gruppe für die Wahl in die Bezirksjugendkammer oder in den Landesjugendkonvent?

Macht bitte von der reformatorischen Errungenschaft Gebrauch und bestimmt mit. in eurer Evangelischen Jugend, in unserer Kirche und auch in der Gesellschaft!

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Stephan Wilczek

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