Andacht

 13Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa sechzig Stadien entfernt; dessen Name ist Emmaus. 14Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. 15Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.

aus Lukas 24

Das neue Schuljahr ist nicht mehr neu, evtl. sind die neuen Schulwege nun langsam bekannt, Studierende müssen sich zum Semesteranfang evtl. auf neue Wege einlassen.

Auch der Herbst ist eine Zeit der Wege: Halloween lässt gruselige Kinder um die Häuser ziehen, bald werden St. Martin-Umzüge auf den Straßen zu sehen sein. Auch die heiligen drei Könige sind unterwegs und Maria und Josef sowieso.

Eine Weg-Erzählung in der Bibel handelt von den Emmaus-Jüngern, die dem auferstandenen Jesus begegnen. Jesus geht und isst mit ihnen, aber erst am Ende des Weges erkennen die Jünger ihn. Das Evangelium zeugt im Allgemeinen von Bewegung, von „Gemeinsam in Bewegung auf Wegen“ sein. Immer wieder heißt es bei Wundern und Heilungen „…und er ging mit seinen Jüngern…“. An Gott glauben, Jünger sein heißt, sich zu bewegen, mitzugehen und beweglich zu sein. In Bewegung zu sein heißt aber auch, dass Jesus mit unterwegs ist. Gott lässt uns keine Wege allein gehen, auch wenn sie neu oder schwer sind.


Gespräch

Welchen Weg bist Du in letzter Zeit bewusst gegangen?

Auf welche Wege, die vor Dir legen freust Du Dich? 

Gebet der Jakobspilger

Oh Gott, der du Abraham aus seinem Land

hast aufbrechen lassen und ihn sicher und

heil auf seiner Wanderung bewahrt hast,

gewähre uns, deinen Kindern, den gleichen Schutz.

Stärke uns in den Gefahren, erleichtere unsere Wege.

Sei uns Schatten gegen die Sonne,

Mantel gegen Regen und Kälte.

Trage uns, wenn wir müde sind

und verteidige uns gegen alle Gefahr.

Sei du der Stab, der den Sturz hindert,

und der Hafen, der die Schiffbrüchigen aufnimmt,

damit wir, durch dich geführt, sicher unser Ziel erreichen

und wohlbehalten in unsere Heimat zurückkehren.


Aktion

Blind Führen

Die Teilnehmenden gehen paarweise zusammen. Die eine Person bekommt die Augen mit einem Schal oder einer Augenbinde verbunden und wird nun von der anderen Person durch das Gelände geführt. Hierbei kann die führende Person mit der linken Hand den rechten Ellenbogen und mit der rechten Hand die rechte Hand der blinden Person halten.

Während der Übung wird geschwiegen. Wichtig ist, dass die führende Person die Sache ernst nimmt und versucht, sich in die blinde Person hineinzuversetzen. Es kann ein Weg mit verschiedenen Herausforderungen und Hindernissen gewählt werden.

Nach etwa sieben Minuten gibt die Spielleitung ein Signal und die Rollen werden getauscht. Anschließend kann die Gruppe gemeinsam reflektieren:

  • Was habt Ihr erlebt?
  • Wie war es für Euch, blind zu sein?
  • Wie war es für Euch, die/den anderen zu führen?
  • Habt ihr Euch sicher gefühlt?
  • Was hättet ihr Euch von der/dem anderen gewünscht?

Jan Goldammer

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