Andacht

„Wir haben seinen Stern aufgehen sehen“ (Matthäus 2,1)

Ich warte gern, auf eine gute Antwort, wenn ich merke mein Gegenüber braucht noch etwas Zeit.

Ich warte gern, bis das Essen fertig ist, denn halb Gekochtes oder noch nicht Durchgebackenes schmeckt nicht.

Ich warte gern und dreh mich um und schlafe weiter, wenn die Nacht noch nicht vorbei ist und es Zeit gibt für erholsamen Schlaf.

Advent heißt: Warten auf Gottes Ankunft.

Warten, dass Gott wieder Mensch wird.

Wir zünden jeden Sonntag eine weitere Kerze am Adventskranz an oder machen jeden Tag ein Türchen auf, um das Warten zu gestalten.

Wir bereiten uns vor und haben verschiedene Traditionen entwickelt, die zum Advent gehören. Die Weihnachtsmärkte, das Vorbereiten von Geschenken, das Lichteln.

Alles, um das Warten zu gestalten – und um Weihnachten bei der Krippe anzukommen.

Die Weisen aus den Morgenland waren viele Monate unterwegs, bis sie das neugeborene Kind fanden. Sie standen sicher vor so manchen Herausforderungen und mussten auch warten. Wo übernachten wir als nächstes, was gibts zu essen, wie gehts weiter? Manches ging nicht so schnell, wie sie es gern hätten. Doch sie hatten ein Licht, dem sie folgten, dem Stern von Bethlehem.

Mir gefällt der Gedanke: Auch die Waisen sind jetzt schon unterwegs. Genauso wie ich, der ich unterwegs bin in dieser Adventszeit. Auch wenn es ganz andere Fragen sind, die mich berühren, dennoch folgen wir dem gleichen Hoffnungs- und Friedenslicht.


Gespräch

Worauf wartest du in diesem Advent?

Was sind deine Wartetraditionen, in deiner Familie, in deiner Gemeinde?

Auf welches Warten kannst du verzichten?

Gebet / Lied

Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg,
Führ uns zur Krippe hin, zeig wo sie steht,
Leuchte du uns voran, bis wir dort sind,

Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind.

Leuchte Du uns voran, auf unserem Weg durch die Adventszeit.
Leuchte Du uns voran, damit wir dich finden. Amen


Aktion

Der Stern von Bethlehem, er zeigt uns den Weg. Wir wissen, dass wir auch dieses Jahr wieder Weihnachten feiern werden. In Bethlehem selbst leuchtet über das ganze Jahr eine Kerze in der Geburtsgrotte zur Erinnerung an Jesu Geburt, auch dieses Jahr, während Krieg ist im Heiligen Land. Pfadfinder holen dieses Licht jedes Jahr, um es in der ganzen Welt zu verteilen, als Friedenslicht. Sie sind jetzt in diesen Tagen auch schon unterwegs. Das Licht wird nach Österreich gebracht und von dort in ganz Europa verteilt. Am 17.12. kommt es in Dresden an und wird bei einer Aussendungsfeier 14 Uhr in der Hofkirche ausgegeben. Kommt auch ihr vorbei! Überlegt vorher, wem ihr dieses Licht bringen könnt. Vielleicht der kranken Nachbarin, oder in den Kindergarten neben an, oder ihr stellt es euch einfach selbst ins Fenster. So scheint das Hoffnungs- und Friedenslicht auch bei euch zu Hause.

Tobias Funke

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