Andacht

„Wie schön leuchtet der Morgenstern“

Evangelisches Gesangbuch Nr. 70

Am Sonnabend haben Menschen in der ganzen Welt Epiphanias gefeiert. Des Fest der Erscheinung, das uns an die Strahlkraft erinnern kann, die von Jesu Geburt ausging. Der Stern von Betlehem, den selbst die Weisen im Orient sehen können, ist ein Symbol dafür und auch heute noch machen sich an Epiphanias Sternsinger:innen auf den Weg von Haus zu Haus, um den Segen Jesu in die Welt zu tragen.

Mit seiner Geburt taucht Jesus nicht einfach in der Welt auf. U-Boot-artig und unbemerkt. Er erscheint. Erfüllt vom Licht Gottes, dass in diese Welt hinein strahlt und Menschen – Hirten und Weise, Arme und Reiche, Ferne und Nahe, Dich und mich – erreichen, berühren und selbst zum Licht werden lassen kann.

„Ihr seid das Licht der Welt“. So formuliert es das Matthäus-Evangelium (Mt 5,14).

„Ihr seid das Licht der Welt“, ein Licht, das nicht verborgen bleiben kann, sondern diese Welt zu einem helleren und wärmeren Ort machen will. Ein Licht der Geborgenheit, der Nähe, der Liebe und der Hoffnung.

Für dieses noch fast neue Jahr wünsche ich Dir viele Begenungen mit diesem Licht.

Ich wünsche Dir, dass Du Menschen begegnest – Noch-Fremden und Schon-Freunden – in denen Du Gottes Strahlen entdecken und Dich daran wärmen kannst.

Ich wünsche Dir, dass Du immer wieder an Orten vorbeikommst – an Alltäglichen und an Besonderen – die lichtdurchflutet sind und dich auftanken lassen.

Und ich wünsche Dir, dass Du Gottes Licht auch immer wieder aufs Neue in Dir entdecken und so selbst zu einem „Licht der Welt“ (Mt 5,14) werden kannst.

Amen


Gespräch

Wo hast Du in der letzten Zeit Gottes Leuchten wahrgenommen?

Gibt es in Deinem Alltag dunkle Ecken, in denen Du Gottes Licht vermisst?

Was bedeutet es für Dich, „Licht der Welt“ zu sein?


Aktion

Als Zeichen für Gottes Segen hinterlassen die Sternensinger häufig Kreidemarkierungen oder Schilder über den Türen der besuchten Häuser. „C-M-B“ für „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“ – ist dann dort zu lesen.

Vielleicht habt ihr Lust, Schilder mit dieser Aufschrift zu gestalten und diese über die Tür Eures Jugendraumes, Eurer Wohnungs- oder Haustür oder an anderen Türen anzubringen. Achtet dabei natürlich darauf, nichts zu beschädigen.

Ludwig Schmidt

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