Andacht

Das neue Jahr mit manchen „guten Vorsätzen“ ist schon in seiner dritten Woche. Welche Vorsätze sind eigentlich noch aktuell? Welche hat der Alltag schon wieder verdrängt? Neben dem Alltag gibt es auch immer andere Einflüsse, die uns treiben, mitschwimmen lassen, unsere To-Dos abzuarbeiten, den biologischen Bedürfnissen nachzugehen und vielleicht bleibt auch noch etwas Zeit zum chillen…

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Paulus schreibt:

„Passt euch nicht dieser Zeit an. Gebraucht vielmehr euren Verstand in einer neuen Weise und lasst euch dadurch verwandeln. Dann könnt ihr beurteilen, was dem Willen Gottes entspricht: Was gut ist, was Gott gefällt und was vollkommen ist.

(Röm. 12,2)

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Im Trend scheint zu sein: das große öffentliche Schimpfen auf die, die Verantwortung für unser Land haben. Jeder offiziellen Aussage grundlegend zu misstrauen. Personalisierte Werbeeinblendungen. Pastelltöne und Bob-Frisur. Bist du im Trend?

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Paulus appelliert an die Christen in Rom: gebraucht eure Vernunft. Er hegt den Wunsch, dass sie nicht Wesenloses zum Wesentlichen erheben, sich allein in Wohlstand und Darstellung ergießen, sondern sich immer wieder fragen, was sie selbst und ihre Mitmenschen, ihre Welt besser, geistvoller, sinnvoller werden lässt. Und oft denke ich, Paulus schreibt das auch an mich.

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Glücklich, wer nicht im Trend liegt:

Wer nicht den anderen das Leben schwer macht, sondern wer in sich ruht und von außen gleich viel erwartet wie aus seinem Inneren.

Wer sich nicht über beide Ohren Lebens- und Sterbeversichert, sondern wer sich sicher ist, das das Unversicherbare ihn trägt.

Wer nicht jedes Recht für sich einklagt, sondern klaglos lebt mit dem, was das Leben gerade in den Weg stellt.

Wer nicht gleichgültig ist, sondern alles gleich gültig sieht: sich selbst, den Mitmensch, Gott.

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Gebet:

Gegen den Strom zu schwimmen: Gib mir Kraft.

Meine Vernunft zu gebrauchen: Erneuere sie mir.

Den richtigen Weg zu sehen: Öffne mir die Augen.

Den Sinn zu finden: Hilf mir suchen zu wollen.

Amen.


Idee für einen JG-Abend oder Gesprächsangebot

Hört euch gemeinsam das Lied „Wo soll ich fliehen hin“ von Gerhard Schöne an. Ihr könnt reinhören unter https://verlag.buschfunk.com/kuenstler/gerhard-schoene/, wählt dort unter den Hörbeispielen dieses Lied aus.

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Tauscht euch über das Lied aus:

  • Gibt es in deinem Leben ähnliche Erfahrungen wie in den ersten 3 Liedstrophen benannt?
  • In welchen Momenten deines Alltags hast du das Gefühl, getrieben zu sein, nicht frei in deinen Entscheidungen zu sein?
  • Was würdest du ändern wollen und warum? Schreibe es auf Karten für alle lesbar.

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Lest den Text Röm. 12,2.

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Versucht gemeinsam eine Antwort zu finden:

Welche eurer aufgeschriebenen Beispiele könnten „gut“, „gottgefällig“ und „vollkommen“ sein? Aus diesen kann sich die Aktion ergeben.

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Andacht und Gebet können den Abend abschließen.


Aktion

Was hindert dich, eins oder zwei dieser Dinge dir nicht nur vorzunehmen, sondern aktiv anzugehen? Vielleicht erstmal bewusst in der folgenden Woche ab jetzt.

Welche Erfahrungen wirst du damit machen? Tauscht euch in euerm Chat dazu aus und lasst diesen dadurch auch das „gute“, „Gottgefällige“ und/oder „Vollkommene“ kommunizieren.

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Stephan Wilczek

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