Andacht

Bergerfahrungen

Wochenspruch: „Über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“

Jes 60,2

Eigentlich endet die offizielle Weihnachtszeit erst in diesen Tagen und eine der ältesten kirchlichen Festzeiten geht diese Woche, mit dem letzten Sonntag nach Epiphanias, zu Ende.

Die meisten haben ihre Weihnachtsdeko allerdings schon längst weggeräumt, der letzte Punsch auf dem Weihnachtsmarkt ist gefühlt schon eine Ewigkeit her und „Last Christmas“ hört man in keinem Einkaufsgeschäft mehr. Dafür werden dort ganz bald schon wieder die Osterschokofiguren stehen.

Aber in dem Evangeliumstext für diese Woche blitzt das Licht von Weihnachten noch einmal auf, blickt aber schon in Richtung Passionszeit und auf Ostern:

Die Jünger erleben die „Verklärung Jesu“ auf einem Berg.

Hier könnt ihr die Geschichte nachlesen: Matthäus 17, 1-9:

https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lesen/BB/MAT.17/Matth%C3%A4us-17

 „Hier ist  gut sein“ oder „Wie gut, dass wir hier sind.“ sagt Petrus und ergriffen von dieser Bergerfahrung, will er gleich die Zelte dort oben aufschlagen. Aber wir wissen heute, dass Jesu Weg hier oben noch nicht vollendet ist.

Vielleicht wollen die Jünger diesen heiligen Moment für immer festhalten und nicht zurück in ihren Alltag unten im Tal. Vielleicht kennt ihr diese besonderen Bergmomente auch und man will, dass sie nie vorbei gehen: Das letzte Camp, ein Urlaub oder ein Nachmittag mit Freunden oder Familie, ein Konzert, …

Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben. Jeder und jede muss in den Alltag zurückkehren, oft genug in die Sorgen, auf die Arbeit oder in die Schule. Aber so wie die Jünger nehmen auch wir den hellen Schein dieser Bergmomente mit zurück in den Alltag.


Gespräch

„Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, da weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit.“

Tauscht euch aus:

Was sind eure Bergerfahrungen?

Welche Momente haben euch bewegt?

Wo hattet ihr das Gefühl, dass Gott euch besonders nahe war?

Wann habt ihr euch gewünscht, dass es immer so bleiben könnte?

Von welchen Momenten zehrt ihr vielleicht heute noch?


Aktion

Bestimmt habt ihr schon einmal das Lied von Albert Frey gehört oder gesungen: Morgenstern.

Singt das Lied oder hört es euch an mit folgenden Gedanken:


Der Morgenstern ist das hellste vor dem Sonnenaufgang
erscheinende Gestirn am Himmel.
Mit ihm beginnt der neue Tag.

Wenn wir Christus als den Morgenstern anrufen,
meinen wir genau das für unser Leben:
mit IHM beginnt Neues, wird es Licht.
Ganz augenfällig im Geschehen von Weihnachten.

Die Verheißung des Advents,
dass der Glanz des unversehrten Lichtes,
der Gerechtigkeit strahlende Sonne
erscheinen wird,
darf und soll auch uns erleuchten:
SEIN Leben ist längst in mir,
will auch mich hell machen
– auch für die Menschen um mich herum!

P. Guido Hügen

Rebecca „Bexx“ Viertel

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